2014

Liebe Vereinsmitglieder,
in Windeseile ist wieder ein Jahr vorbei und wir treffen uns zur Jahreshauptversammlung, für manchen die erste Begegnung mit seinem Verein seit der letzten Mitgliedervesammlung.
Grund genug also, mitzuteilen, was sich so ereignet hat in der Zwischenzeit

Auch dieses Jahr begann für uns im Rahmen der Evangelischen Allinaz mit Gebet. Das ist ein guter Start in ein neues Jahr, der sich bewährt hat. Wieder haben wir einen Abend der Gebetswoche ausgestaltet in beschaulicher Runde.

Die angespannte personelle Situation hat sich auch durch dieses Jahr gezogen. Unser Mitarbeiter Thomas ist krankheitshalber bereits im Frühjahr „ausgestiegen“. Seine kranke Lunge schwächt ihn so sehr, dass er nicht mehr in der Lage ist, zusammenhängend körperlich zu arbeiten. Wir rechnen kaum noch damit, dass er irgendwann wiederkommt.

So waren und sind wir weiterhin auf ehrenamtliche Helfer angewiesen. Ein herzlicher Dank allen, die sich motivieren ließen, im zurückliegenden Jahr irgendwie mit anzupacken – sei es im Rahmen der beiden  Arbeitseinsätze im Frühling und im Herbst oder darüber hinaus. Auch für dieses Jahr gilt: Wir haben mit unseren großen Grundstücken so viel Arbeit, dass jeder sich immer herzlich eingeladen fühlen darf, mal einfach so aufzutauchen und nach Arbeit zu fragen – Ihr werdet niemals weggeschickt werden!!!

Als unverzichtbare, treue Seele erweist sich Elfi Krause, die mit ungebrochener Liebe und mit Herz den Garten gestaltet. Auch sie hatte im zurückliegenden Jahr mit einer Extremsituatiion dahingehend zu tun, dass ihre Kollegin in der Zahnarztpraxis wegen Krankheit lange Zeit völlig ausgefallen war und sie gewissermaßen für zwei arbeiten musste. Trotzdem war im Bibelgarten immer alles gepflegt und einladend. Wir wissen, dass Elfi am Rande ihrer Kraft war – also an sie und ihre Familie (die immer mal mit ran muss...) ein besonders herzliches Dankeschön! Immer wieder hören wir Komplimente unserer Besucher und Gäste bezüglich der  einladenden Atmosphäre des Bibelgartens. Liebe Familie Krause, das ist in erster Linie Euer Verdienst!
Dafür haben wir Elfi und Andreas in diesem Jahr auch erstmalig zum Treffen der Bibelgärtner nach Papenburg im Emsland delegiert. Beide kamen nicht nur hochmotiviert zurück, sondern auch mit neuen Ideen und neuen Pflanzen.

Mit dem Tod unseres langjährigen ehrenamtlichen Helfers Siegmund Förster werden Försters nun definitiv ihr Beet im Bibelgarten aufgeben. Damit kommt eine weitere Fläche in Elfis Verantwortungsbereich – das hat natürlich wie alles im Leben zwei Seiten. Einerseits kann diese Fläche nun ins Gesamtkonzept thematisch mit eingebaut werden, andererseits war es lange Zeit für uns entlastend, zu wissen: Diese Fläche wird bewirtschaftet und versorgt, ohne dass wir uns darum kümmern müssen.

Das zurückliegende Jahr hat uns wieder viele Beherbergungsgäste gebracht. Neben unterschiedlichsten Kinder- und Jugendgruppen, die bei uns Ferien gemacht haben, wird unser Jugendzentrum auch gern für Familienfeiern  und vor allem Familientreffen angefragt. Selbst der Oberlichtenauer Karnevalsverein war dieses Jahr mit einer Frauentagsveranstaltung bei uns zu Gast.
Einen unbestrittenen Höhepunkt stellte zweifellos erneut unser Kindercamp im Sommer dar. Ein ganz neu zusammengesetztes Team hat diesem einen ganz neuen Charakter gegeben mit vielen Aktivitäten, die wir noch nie so hatten. Das war richtig gut! Für den nächsten Sommer ist wieder ein Camp ausgeschrieben, wir sind gespannt. Auf alle Fälle kann man sagen: Die Jugend organisiert das komplett in Eigenregie. Im Büro werden lediglich noch die Rechnungen an die Teilnehmer ausgestellt und die Informationen weiter gegeben.

Ebenso zum Selbstläufer hat sich die Idee „PC-WE für Senioren“ entwickelt. Seit 10 Jahren bieten wir  das nun schon an. Mittlerweile gibt es Stammgäste und fast jeder, der einmal dabei war, kommt irgendwann wenigstens noch einmal wieder. Viele der Teilnehmer bringen inzwischen ihren eigenen Laptop mit und sind dankbar und glücklich, wenn mal jemand richtig Zeit hat, ihnen ihre eigene Technik zu erklären.
Die in diesem Jahr endlich vollbrachte Einrichtung der lange geplanten Richtfunkstrecke zwischen Schlossgärtnerei und Jugendhaus wirkt sich hierzu förderlich aus.

Enorm gute Dienste hat uns in diesem Jahr die Sächsiche Jugendstiftung erwiesen mit ihrem Projekt „Arbeitswege“. Dabei sind straffällig gewordene Jugendliche pilgernd unterwegs und leisten gemeinnützige Arbeitsstunden (zu denen sie verurteilt wurden) in bzw. rund um ihre Herbergen. So ziemleich jeden Monat hatten wir solche Gruppen bei uns zu Gast, und meistens haben die richtig ordentlich zugepackt, so dass nach einem solchen Arbeitstag im Gelände auch immer richtig was geschafft war.
Als ein Beispiel für einen solchen Einsatz sei ein Tag im Juni erwähnt, als die komplette Bücherei mit allen Büchern und Regalen von einem Raum in einen anderen geräumt wurde. Maik und ich sind an einem solchen Tag rund um die Uhr mit den Jugendlichen mit zugange, damit kein Schaden entsteht und sich niemand „abduckt“ – und auch, um ihnen das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden und nützlich zu sein. Das ist immer eine Gratwanderung zwischen Mitleid und Erschrecken angesichts dessen, was man mit den jungen Leuten erlebt und von ihnen wahrnimmt.

Enige Dinge sind auf der to-do-Liste einfach stehen geblieben, die waren noch nicht schaffbar: Da ist immer noch offen die Einbindung der Regenfallrohre an den Holzhäuschen in die Abwasserleitung und auch das Stichwort Ikonenmuseum.
Zur Erinnerung: Der Kellerraum im Haus Schlossblick war zu feucht, so dass die Ikonen Schaden gnommen hatten und von Manfred Richter zur Rettung und Reparatur mit nach Hause genommen wurden. Als neuer Raum ist die ehemalige Milchküche in der Bibellandscheune auserkoren. Dieser ist im Sommer frei geworden, als die Bücherei umgeräumt wurde. Nun sind die Vorbereitungsarbeiten noch nicht abgeschlossen (Malern, Elektrik,...), aber eine Wiedereröffnung des Museums ist für den 13.06.15 ins Auge gefasst – im Rahmen der Feierlichkeinten zum 10-jährigen Bestehen des Bibelgartens.
Das ist übrigens ein wichtiger Termin zum Vormerken!!!

Stichwort Bibelgarten: Dieser hat sich ganz unsttrittig als Hauptarbeitsfeld etabliert. Überall begegnen uns Menschen, die uns erzählen: „Wir waren auch schon mal bei Euch im Bibelgarten...“ Das macht froh, zumal die Leute immer mit positiven Erinnerungen daran denken. Auch in diesem Jahr hatten wir wieder viele Gäste.

Ein herber Rückschlag ereilte uns im Gelände der ehemaligen Schlossgärtnerei: Der neu errichtete Schuppen fault uns weg. Es hat sich erwiesen, dass die Dachneigung nicht ausreicht, so dass ständig Regenwasser zurück staut und ins Holz rinnt. Die tragenden Balken sind bereits so schlimm geschädigt, dass der Schuppen abgerissen und neu aufgebaut werden muss. Nun hoffen wir, dass das Ganze als Garantieleistung durchgeht, so dass uns die Kosten für den Neuaufbau im Wesentlichen erspart bleiben. Erfahrungsgemäß geht soetwas nie ganz reibungslos....

Wie  in den letzten Jahren, so haben wir auch dieses Jahr wieder mitgemacht beim Tag der Parks und Gärten und beim Tag des offenen Denkmals. Beides waren schöne Höhepunkte im Jahr. Auch bei der 48-Stunden-Aktion waren wir wieder dabei.

Als unverändert darf auch genannt werden der Gitarrenunterricht und das sportliche Angebot der Laufgruppe. Manchmal lässt der Trainingseifer zu wünschen übrig, aber wir betreiben ja keinen Leistungssport....

Etwas müde geworden sind die Töpferkreise. Dazu kamen mehrfach in diesem Jahr technische Probleme mit dem Ofen. Maik hat stundenlang getüftelt, um ihn jedesmal wieder „flott“ zu machen. Hat auch immer funktioniert, aber nach fast 20 Jahren zeigt er eben doch Alterserscheinungen. Ein Versuch, beim Jugendamt einen neuen fördern zu lassen, ist nicht gelungen. Es gab aber Fördermittel für Tone und Glasuren, so dass wir den Bestand aufbessern konnten, und wir haben aus eigener Kraft einen etwas kleineren neuen Ofen finanzeirt. Nun soll im März 2015 ein Töpferwochenende stattfinden, wir erhoffen uns damit wieder etwas frischen Wind für die Töpferei.

Fördermittel gab es in diesem Jahr auch für Farben, damit beim Herbsteinsatz Zäune und Tore gestrichen werden können. Leider war das Wetter dann zu feucht, so dass nur minimal Malerarbeiten durchgeführt werden konnten. Aber die Farbe wird nicht schlecht, so dass wir bei nächster Gelegenheit nun loslegen können. Die Zäune schreien richtig nach Farbe. Auch hier kann gern mal jemnand außer der Reihe auftauchen und sich nützlich machen!

Zum Jahresende gab es wieder „Weihnachten im Schuhkarton“. Die Aktion lief super und es gab geradezu ungewöhnlich viele freiwillige Sortierhelfer, so dass alle reichlich 1000 Päckchen an einem einzigen Tag durchgesehen und versandfertig gemacht wurden. Das war Rekord!

Kurz vor Weihnachten haben wir unerwartete Dauergäste in unsere Hausmeisterwohnung aufgenommen: Drei Asylbewerber aus Marokko. Leider lassen sich die drei nicht in den Vereinsalltag, vor allem nicht in den Arbeitsalltag integrieren. Das hatten wir ja erhofft, dass die mit anpacken und froh sind, wenn sie irgendwo Anschluss fnden. Dem ist aber nicht so, leider!

Zu guter Letzt gab es wieder unser  Hirtenfeuer -dank Theo Hohmann, der mit Eifer und Ernst das Ganze vorbereitet und durchgeführt hat.


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