2011

Das Jahr 2011 begann mit einem Schreck für uns: Unsere treue Mitarbeiterin Marlies Reppe wurde ganz unerwartet heimgerufen. Viele Handgriffe haben wir seitdem neu ordnen und umstrukturieren müssen. Dabei haben wir erst mal gemerkt, wie viele Wege Marlies uns bis dahin abgenommen hat.
Wir erinnern uns dankbar an sie und an die über 15 gemeinsamen Jahre.

Ein Schreck ganz anderer Art ereilte uns, als wir eines Tages im zeitigen Frühjahr feststellten, dass unsere kleine Basilika „ausgeraubt“ worden war. Es fehlten die Messing-Hängelampe, ein Keramikleuchter zum Verbrennen von Weihrauch und der komplette Inhalt der Spendendose, wieviel auch immer darin gewesen sein mag. Wir haben trotzdem entschieden, dass unsere Kirche eine offene Kirche bleiben soll.
Mit Einbruch hatten wir noch ein zweites Problem dieses Jahr: Ein Einbruch im Jugendhaus hat zwar der gerade zu Gast gewesenen Gruppe keinen ernsthaften wirtschaftlichen Schaden zugefügt, aber es entstand  ein Sachschaden an der Hintertür, glücklicherweise ein Versicherungsfall.

Im bzw. am Jugendhaus gibt es aber auch etwas Erfreuliches zu vermelden: Wir konnten Anfang des Jahres endlich die Dachentwässerung der Holzhütten erneuern. Richtig dicke Dachrinnen leiten nun das Wasser wirklich ab, ohne dass durch Verstopfung das Wasser an den Hölzern runter läuft, so dass diese verfaulen. Nun müssen allerdings die neuen Fallrohre noch ins Abwassersystem eingebunden werden.

Gern gesehene Gäste in unserem Jugendzentrum waren unter anderem erneut die Down-Kinder mit ihren Eltern. Hier sind wir gern Gastgeber.

Im Alltag des Vereins werden zwei Angebote unverändert gut angenommen: Das Töpfern und der Gitarrenunterricht.
Zum Ende des Jahres lernen 12 Kinder, Jugendliche und Erwachsene miteinander das Gitarrespielen, aufgeteilt in mehrere Kurse, je nach persönlichem Stand des Könnens. Es ist eine sehr angenehme Arbeit, zumal die Nachfrage da ist. Wir können gar nicht so viele Kurse anfangen, wie es Anfragen gibt. Um die eigene Kraft nicht zu überschätzen, nehme ich zur Zeit auch keine neuen Schüler an, erst mal müssen die Ersten wieder fertig sein.

Geradezu verselbständigt hat sich das Töpfern. Die Teilnehmer kommen und gehen, kennen sich aus in der Werkstatt, hinterlassen immer alles ordentlich, so dass nicht generell ein Verantwortlicher vom Verein unbedingt anwesend sein muss. Gelegentlich kommen neue Interessenten dazu und werden von den „alten Hasen“ eingewiesen. Das System club-Karte funktioniert hier sehr zuverlässig.
Immer wieder wird das Angebot Töpfern für Kindergeburtstagsfeiern und auch von Kindereinrichtungen genutzt. So war z.B. der Oberlichtenauer Schulhort in diesem Jahr dankbarer Kunde, und die Kinder haben bei uns ihre Weihnachtsgeschenke für die Eltern getöpfert.

Baulich verlief diese Jahr vergleichsweise ruhig. Es gab eine größere Aktion dahingehend, dass am Jahresanfang im Gärtnerhaus die Toiletten von außen wärmegedämmt wurden, nachdem uns alles eingefroren war. Nun hoffen wir, dass an dieser Stelle kein Grund mehr zur Sorge besteht. Ein neuer Farbanstrich mit einer Rätselinschrift ziert jetzt den Sanitärbereich.
Als letzte Aktion im Jahr wurden im Erdgeschoss des Hauses noch neue Fenster eingebaut. Sehr schön und ganz im Sinne des Denkmalschutzes steht es nun da unser Gärtnerhaus und darf nach 15 Jahren mit Recht als saniert, einladend und wohnlich bezeichnet werden.

Im Keller der Schlossgärtnerei hat sich zum Jahresende hin so viel getan, dass zumindest die  Bücher alle in Kisten verpackt wurden, so dass der Umzug losgehen kann, sobald der neue Raum hierfür fertig ist. Zur Entlastung der räumlichen Situation haben wir vorübergehend etwas über 200 Bücher an die Bücherei der Grundschule ausgeliehen. Das hilft denen ebenso wie uns.

Nach langem Hin und Her konnte in diesem Jahr nun endlich auch die Mauerabdeckung auf der ehemaligen Schlossmauer entlang der Mittelbacher Str. angebracht werden, die Stadt Pulsnitz hat das nötige Kleingeld dankenswerter weise dazu gegeben.

Für den CVOL wird mehr und mehr der Bibelgarten zu einem echten Betätigungsfeld. Der Hauptteil liegt ja hier eigentlich beim cv-aktiv reiseDienst e.V., aber dank Elfi Krause und ihrem liebevollen und durchdachten Einsatz werden die ehemaligen Frühbeete für Bibelgartenbesucher immer interessanter und kommen zunehmend bei den Bibelgarten-Führungen mit ins Gespräch. Sie werden jetzt konsequent nach einem Pflanzplan bearbeitet und bepflanzt, so dass einerseits eine gewisse Fruchtfolge beachtet wird und gleichzeitig die Beete thematisch zum Bibelgarten passend gestaltet werden. Immer wieder hören wir lobende Worte von Besuchern angesichts der gepflegten Anlage, das ist sehr wohltuend.

Das gesamte Gelände der ehemaligen Schlossgärtnerei wurde neu vermessen und zur Eintragung ins Katasteramt gebracht. Dies dient vordergründig der Klärung verschiedener offener Fragen mit der Stadt Pulsnitz in Grundstücksangelegenheiten.

Ungebrochen gut angenommen werden die Computerwochenenden für Senioren. Die Jugend  macht das wirklich gut. In diesem Jahr war es erstmalig so, dass die Teamer zum Thema Computer und Internet auch den Baudenabend im Februar ausgestaltet und die Besucher über soziale Netzwerke aufgeklärt haben.  Mehrere Computerwochenenden haben wir wieder durchgeführt, es gibt inzwischen einige Stammkunden, aber auch immer wieder neue Interessenten.

Zu den Höhepunkten im Jahr gehörte neben dem Tag der Parks und Gärten und dem Tag des offenen Denkmals mit wie in den vergangenen Jahren regem Publikumsverkehr in diesem Jahr zweifellos der Kirchentag in Dresden.
Schon Wochen vorher wurde geplant und organisiert für den Abend der Begegnung, an dem sich alle sächsischen Kirchenkreise mit ihren einzelnen Gliedern und freien Werken vorstellen sollten. Da waren wir natürlich präsent und haben geworben für unsere Feriensiedlung, für Oberlichtenau und natürlich für den Bibelgarten. Es war ein rundum gelungenes Großtreffen, welches nicht nur die Aussteller begeistert hat. Dresden und damit wir alle haben einen bleibenden positiven Eindruck bei hunderten Kirchentagsgästen hinterlassen!
Erstmalig gab es etwas ganz Neues: Einen Kettensägelehrgang in Zusammenarbeit mit dem Sachsenforst. Wir dachten, wenn wir unser Holz für den Winter und für unsere ganzen vielen Öfen selber sägen, dann ist es klug, wir haben uns ausbilden lassen. Schließlich wird ja Arbeitsschutz groß geschrieben bei uns.... Dieses Angebot hat ein ausgesprochen reges Interesse gefunden unter den Waldbesitzern der näheren Umgebung.

Und noch etwas war neu im Vereinsleben: Die Teilnahme an der „48-Stunden-Aktion“. Dabei wurden alle Fahrräder flott gemacht, so dass wir diese zum Sommercamp zur Verfügung hatten. Danke an das Reparaturteam!

Apropos Sommercamp: Natürlich haben wir wieder eins veranstaltet. Die Teamer haben gute Arbeit geleistet, es funktionierte alles weitgehend selbständig unter Leitung der Jugend. Das ist gut so. Zufriedene Eltern und Kinder sind der schönste Lohn und die höchste Anerkennung für die Macher – und davon gab es reichlich!
Mitten in die Zeit des Sommercamps hinein fiel die Einweihung unseres ersten Spielmobiles, welches Thomas Mager im Rahmen seiner Tätigkeit bei uns in Ordnung gebracht und durchrepariert hat. Nun sieht es wieder richtig schön einladend aus. Es steht jetzt im Gelände der Schlossgärtnerei und konnte beim Sommercamp bereits als Schachspiel-Mobil verwendet werden. Die Kinder nahmen es dankbar an.

Der Tag der Sachsen in Kamenz lief nicht ohne uns, wir waren mit einem Ausstellungsstand präsent.

Unser Ort hat in diesem Jahr teilgenommen an dem landesweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Nach allen Regeln der Kunst hat eine Jury im Rahmen eines Dorfrundganges von Highlihgt zu Highlight natürlich Station im Jugendzentrum und im Gelände des Bibelgartens / ehemalige Schlossgärtnerei gemacht, um den Ort zu bewerten. Diese Jury war der Meinung, der dritte Platz passt zu Oberlichtenau.....

Und schließlich war da noch die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die mehr als gut lief. Sie endete mit einem Päckchenrekord. Auch dafür sei allen herzlich gedankt, die viele Stunden lang die Päckchen kontrolliert und verpackt haben!

Den letzten „Tagesordnungspunkt“ im Jahr bildete unser Hirtenfeuer am Heilig Abend. Nächstes Jahr wird es das Jubiläumsfeuer sein: das 20-te!
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