2010 Jahresbericht

CV Oberlichtenau e.V.
Org.-Büro Am Schlosspark  2
01896  Pulsnitz,  OT  Oberlichtenau

25.01.2011

Tätigkeitsbericht 2010
vorzulegen bei der JHV, voraussichtlicher Termin Ende März 2011

Liebe Vereinsmitglieder!

Wir blicken dankbar zurück auf ein erfülltes, gutes Vereinsjahr mit vielen schönen Begegnungen und Ereignissen. Lasst mich zusammenfassen, für alle, die nicht ständig den Kontakt zum Verein haben:

Das Jahr hat erneut mit einer Ausstellung begonnen: Dr. Walter Grundmann, Theologe, Nazi und seinerzeit Pfarrer in Oberlichtenau, war diesmal Inhalt derselben. Eine Wanderausstellung hatten wir dazu vom Martin-Luther-Gymnasium aus Eisenach geholt. Ein enormer Presserummel ging damit einher – mit dem Erfolg, dass die Ausstellung ganze fünf Besucher zählte. Weder in Schulen, noch in der Kirche fand das Thema Beachtung – schade! Dabei war es wirklich eine feine Ausstellung, für eine Schülerarbeit geradezu beachtlich. Wenigstens haben wir uns dadurch selber sehr intensiv mit der Person Walter Grundmanns befasst, die ja punktuell immer mal im Bibelgarten zur Sprache kommt.

Seit langer Zeit hatte wir baulich ein eher „ruhiges“ Jahr. Am Jahresanfang wurde die zweite Dusche/WC  ins Schlossgärtnerhaus eingebaut und damit der Standard wirklich sehr schön verbessert.
Außen wurde der Unterstand ordentlich durchrepariert, so dass Bibelgartengäste jetzt diesen als Schattenplatz nutzen können oder auch bei Regen mal schnell dahin flüchten.
Außerdem wurde im Keller des Schlossgärtnerhauses gewerkelt: Die Bücherei musste Platz machen für das Ikonenmuseum. Hierzu wurde eine Holzwand eingebaut, auf welche Meister Richter die Ikonostase gemalt hat. Wände und Decken wurden wie in einer byzantinischen Kirche ausgemalt. Es ist ein völlig neuer Charakter, den der Raum damit angenommen hat.

Zur Bücherei sei gesagt: Der CVOL hat zum Ende des Jahres einen langfristigen Mietvertrag mit dem cv-aktiv reiseDienst e.V. geschlossen und den ehemaligen Milchhof / Milchküche der großen Stallanlage angemietet. Dieser Raum soll jetzt vordringlich saniert werden und dahin wird planmäßig die Bücherei umziehen. Dann ist im Schlossgärtnerei-Keller Platz für die Ikonen und die Bücherei kommt für die Bevölkerung ganz wörtlich „in den Blick“, indem sie direkt an die Straße zieht. Erfreulich, dass die Pulsnitzter Stadtbücherei Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert.

Im Frühjahr haben wir das alte Spielgerät vom Jugendhaus durchrepariert und die noch verwertbaren Teile am Schchlossgärtner-Grundstück wieder aufgebaut. Dadurch haben Bibelgartenbesucher oder auch einfach Passanten jetzt eine Rutsche für ihre Kinder. Vor allem für Picknick-Gruppen entspannt es die Lage, weil die jetzt ihre Kinder vom Picknickplatz aus besser im Blick behalten als vorher, als die Kinder im ganzen Gelände herum getollt sind.

Wiederum erfreulich können wir berichten, dass unsere geförderten Mitarbeiter super mitgemacht haben. Leider ging für Sandra Guhr die Maßnahme ein Jahr früher zu Ende als geplant, so dass wir uns diesbezüglich wieder neu umschauen müssen.

Die Grundstücke haben ihr gepflegtes Äußeres erhalten können, dafür sei den Mitarbeitern danke gesagt. Es ist schön, wenn sich Gäste bei uns wohlfühlen und das auch so äußern. Und das betrifft das Gelände Schlossgärtnerei genau so wie das Gelände Jugendhaus.


Erwähnenswert ist zweifellos wieder unser Sommercamp. In diesem Jahr waren wir in der Feriensiedlung mit den Kindern und haben alle verfügbaren Möglichkeiten ausgekostet. Es war super, die Kinder haben sich wohlgefühlt, das Programm gut verkraftet und gut mitgemacht und es gab keine Kranken und Verletzten, was immer zu Dankbarkeit anhält!
Dank an unseren großen Gott, der ein waches Auge über uns hatte und Dank natürlich auch den Teamern, die mit Fleiß und Fantasie das Programm gestaltet haben.
Zufriedene, dankbare Eltern, die ihre Kinder bei uns gut aufgehoben wissen, werden uns sicher auch in 2011 wieder ihre Kinder anvertrauen....

In diesem Zusammenhang muss natürlich unbedingt wieder die Fahrradwerkstatt gelobt werden – auch dieses Jahr sind alle Fahrräder super gefahren, danke an die Verantwortlichen! Immer mal wieder bringen uns Leute aus der Umgebung ihre Fahrräder, so wird der „Fuhrpark“ immer besser.

Unverändert nachgefragt werden die Computerkurse für Senioren. Das ist „Dialog der Generationen“ in Reinkultur! Mehrere solcher WE haben stattgefunden, die Senioren sind begeistert, die Teamer ebenfalls, viele kommen ein zweites und drittes Mal, die ersten Termine sind für das Neue Jahr bereits ausgeschrieben und werden nachgefragt. So kann sich die Jugend profilieren und die Alten sind ein dankbares Publikum.

Höhepunkte im Jahr waren der „Tag der Parks und Gärten“ und der „Tag des offenen Denkmals“. Beide Termine waren gut besucht.
Am Tag des offenen Denkmals wurde unser Ikonenmuseum feierlich eröffnet. Eigens dazu eingeflogen hatten wir Herrn Dr. Gallas, Regisseur des Dokumentarfilmes: „Wo der Himmel unter die Räuber fällt“ über Kunst- und Ikonenraub in Nordzypern.

Die Neubesetzung der Bibelgarten- Stelle mit Elfi Krause als Stundenkraft bewährt sich richtig gut.
Elfi macht ihre Arbeit mit Freude und Begeisterung, und das strahlen die von ihr gepflegten Anlagen auch aus.

Stichwort Bibelgarten: Im Laufe der Saison hat sich unser neues Element „Zeitstrahl“ als ein echter „Hingucker“  erwiesen. Viele Besucher lesen tatsächlich Tafel für Tafel und fragen nach einer gedruckten Version des Ganzen.

Stück für Stück gehen auch die Arbeiten am Spielmobil voran, Thomas Mager hat daran noch mächtig zu „knabbern“.

Erfreulich ist erneut die Tatsache zu nennen, dass das Töpfern und auch der Gitarrenunterricht als stabil und etabliert angesehen werden dürfen. Im Oktober 2010 begann ein neuer Lehrgang Gitarre mit zehn TN.
Der Sport bleibt Sorgenkind. Georg Förster trainiert einmal pro Woche TT bzw. Billard/Schach. Leider findet beides unverändert nicht den Zuspruch, den wir uns wünschen.

Unser Verein hat sich in den letzten Wochen und Monaten zunehmend auch in der überregionalen touristischen Struktur etabliert. So arbeiten wir aktiv in der touristischen Gebietsgemeinschaft „Dresdner Heidebogen“ mit und auch eng zusammen mit der MGO. Hier sind wir seit Ende des Jahres nun Mitglied in der Arbeitsgruppe „Kinder- und Jugendreisen“.

Ich persönlich empfinde als sehr erfreulich die Einbindung in die evangelische Allianz im Pulsnitztal. So gibt es zur Landeskirchlichen Gemeinschaft Friedersdorf einen engen Kontakt durch die Hauskreisarbeit und durch die Mitwirkung bei der Allianz-Gebetswoche.
Wir haben uns anlässlich des Buß- und Bettages an Kirchgemeinde, CVJM-Landesverband und Evangelische Jugendarbeit gewandt mit der Bitte, uns jeweils als „Partner“ der jeweiligen Institution zu verstehen. So sind Kontakte geknüpft oder wenigstens die „Fühler ausgestreckt“ und wir sind gespannt, was daraus wird.

Letzte Aktion des Jahres war  „Weihnachten im Schuhkarton“ - es war eine schöne Arbeit! Über 1000 Päckchen haben von uns aus ihren Weg zu bedürftigen Kindern nach Osteuropa angetreten. Wir wissen von der Teilnehmerin einer Verteilerreise, dass ein Teil der hier kontrollierten Päckchen in die Slowakei gebracht wurden.

Liebe Vereinsmitglieder, Euch allen ein gutes Jahr und danke für alle Teilnahme an unserem Vereinsleben!

Susanne Förster
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