2009

Das Jahr hat mit Presserummel begonnen. Grund dafür war eine Wanderausstellung über „Die
Bibel in den beiden deutschen Diktaturen“.  Diese sollte einladen, sich mit der Vergangenheit in puncto „gelebtes Christsein“ auseinander zu setzen. Die Wanderausstellung zeigte Zeitdokumente aus der NS- und der Kommunistischen Diktatur. Sie wurde von Dompfarrer i.R. Dr. Edmund Käbisch und seinen Mitstreitern zur Verfügung gestellt und am 27.02. im Rahmen des Baudenabends eröffnet. Wir haben diese Wanderausstellung erweitert durch eigene Zeitzeugnisse und eingeladen, sich mit der Stasi-Vergangenheit in unserem Kirchenbezirk auseinander zu setzen. Das hat manche Welle geschlagen – leider nicht mit dem erwünschten Erfolg, dass unsere Kirchenleitung das Gespräch gesucht und wir gemeinsam die Vergangenheit aufgearbeitet hätten – schade. Dennoch waren im ganzen Monat März fast täglich Besucher da und das Thema wurde intensiv bewegt und kontrovers diskutiert.
Dank einer Förderung der Sächsischen Staatskanzlei konnten wir unsere eigenen Zeitzeugnisse in eine Dauerausstellung unter dem Thema: „Vom Teekeller zum Bibelgarten im Angesicht der Stasi“ umwandeln, so dass diese nun langfristig Besuchern und Interessierten am Thema gezeigt und erklärt werden können. Dazu wurde auf der Empore im Jugendhaus eine Ausstellungsvitrine mit Zeitdokumenten aufgestellt, mehrere Schautafeln angebracht und eine Beleuchtung installiert.

Dieses Jahr stand ganz und gar im Zeichen einer Baumaßnahme: Nach vielen Jahren des Anlaufes und immer wieder vergeblicher Bemühungen, konnten wir endlich die ehemalige Schlossmauer im Gelände der ehem. Schlossgärtnerei erneuern. Diese wurde komplett abgetragen und neu aufgebaut. Als Krönung erhielt die Mauer einen Zeitstrahl über „5770 Jahre Jüdische Geschichte im Kontext zur Heimatgeschichte“. Die Mauer trägt also jetzt 25 Kunststofftafeln, welche die jüdische Geschichte im Kontext zu unserer unmittelbaren Heimatgeschichte graphisch darstellen. Damit ist nicht nur endlich das Gelände für Besucher und Gäste des Bibelgartens sicher gemacht, sondern auch um eine Attraktion reicher geworden. Wir sind sehr froh, dass das geschafft ist!

Gemessen an dem Aufwand um die Mauer waren die Verblendung der Dachränder am Jugendhaus mit Schindeln geradezu peanuts! Aber auch das ist endlich fertig geworden, so dass nun der ewige Maleraufwand wohl nicht mehr sein muss.

An dieser Stelle seien unbedingt unsere geförderten Arbeitskräfte lobend erwähnt: Sie zeigen sich unverändert engagiert – und das merkt man auch: Noch nie vorher waren unsere Gebäude und Grundstücken in einem so schönen, einladenden Zustand! Es sind alle Häuser gemalert worden, unzählige Reparaturen an vielen  kleinen Stellen vorgenommen und die Flächen bereinigt worden. Gäste äußern sich lobend- das ist ein schönes Kompliment für alle am Erfolg Beteiligten.
Ein großes Ereignis mit großer positiver Resonanz war wieder unser Sommercamp. Hier sei ausdrücklich unseren Teamern Lob und Dank gesagt. In der Teamermannschaft ist ein deutlicher Reifungsprozeß passiert. Jeder kennt inzwischen seine Begabungen und versucht, sich da konstruktiv einzubringen. Die teilnehmenden Kinder spüren, dass unsere Teamer sich  mit Eifer für ihre Ferien engagieren. Das kommt bei den Kindern gut an und sorgt für zufriedene, dankbare Eltern, die ihre Kinder bei uns gut aufgehoben wissen. Wir sind ganz zuversichtlich auch für das Sommercamp 2010, denn unsere Qualität spricht sich herum...
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass auch in diesem Jahr wieder unsere Fahrräder gut funktioniert haben, dank Lukas und Klaus aus Hoyerswerda!

Bei allem Schönen hatten wir leider auch Ärger: und zwar mit unserem Mieter. Nachdem  er die Miete mehrere Monate lang nicht zahlte, haben wir ihm gekündigt und er hat die Wohnung geräumt. Der Miete laufen wir immer noch hinterher.

Unverändert nachgefragt werden die Computerkurse für Senioren. Das ist „Dialog der Generationen“ in Reinkultur! Mehrere solcher WE haben stattgefunden, die Senioren sind begeistert, die Teamer ebenfalls, viele kommen ein zweites und drittes Mal, die ersten Termine sind für das Neue Jahr bereits ausgeschrieben und werden nachgefragt. So kann sich die Jugend profilieren und die Alten sind ein dankbares Publikum.

„Tag des offenen Denkmals“ - wie sollte es anders sein: Wir waren wieder mit dabei und hatten ungefähr 300 Gäste.

Ein „Highlight“ ist uns sozusagen „zugelaufen“: Wir konnten uns anhängen an die „SZ-Schlössertour“, welche ins Oberlichtenauer Barockschloss führte. Tausende neugierige Besucher haben an diesem Tag in Oberlichtenau vorm Schloss gewartet, dass sie eingelassen werden, viele davon nutzten die Gelegenheit, anschließend das zum Schloss gehörende Schlossgärtnerhaus mit Bibelgarten gleich noch mit anzuschauen. Das war eine tolle Werbung für uns als Verein! An dieser Stelle sei mit erwähnt, dass wir zu den neuen Schlosseigentümern einen guten nachbarschaftlichen Kontakt haben. Das ist ja wichtig, wenn man Kinder- und Jugendarbeit macht...

Zur Mitarbeiterschaft ist Elfi Krause als Stundenkraft dazu gekommen. Sie wird sich nun ganz maßgeblich um den Bibelgarten, vorrangig um die biblischen Pflanzen kümmern. Man sieht bereits jetzt, dass nach dem Weggang von Kristina Wechler nun wieder jemand mit Herz und Verstand sich der Bepflanzung annimmt.

Unseren Mitarbeiter Thomas Mager konnten wir erfolgreich in einer sog. „Kommunal-Kombi“ unterbringen, einer teilweise geförderten Maßnahme, so dass wir ihn die nächsten drei Jahre als Mitarbeiter behalten können. Auch darüber sind wir sehr froh. Er wird den alten Bauwagen neu aufbauen und zum Spielmobil umrüsten und sich ansonsten maßgeblich in der Fahrradwerkstatt engagieren.

Erfreulich ist wiederum die Tatsache zu nennen, dass das Töpfern und auch der Gitarrenunterricht als stabil und etabliert angesehen werden dürfen. Im Februar 09 begann ein neuer Lehrgang Gitarre mit neun TN, von denen zum Jahresende noch sechs geblieben sind. Es geht sachte voran...

Auch der Sport läuft unverändert:Georg Förster trainiert einmal pro Woche TT bzw. Billard/Schach. Für diesen Einsatz ist ihm sehr zu danken!

Es war in diesem Jahr dank der Unterstützung durch die Stadt Pulsnitz und den Kommunalen Sozialverband Sachsen möglich, das marode Spielgerät am Jugendhaus abzubauen und durch ein Nagelneues zu ersetzen. Bunt und einladend mit großer Röhrenrutsche und vielen Kletter- und Spielmöglichkeiten steht es nun der Öffentlichkeit zur Verfügung und wurde auch schon rege angenommen. Was von dem Alten noch zu retten war, wird im Bibelgarten neben dem Picknickplatz aufgestellt.

Viel Arbeit hatten wir in diesem Jahr mit „Weihnachten im Schuhkarton“ - es war eine schöne Arbeit! Da in Königsbrück die Sammelstelle weggefallen ist, wurde aus dem ganzen Raum Königsbrück alles zu uns ins Jugendhaus gebracht zum Sortieren und Kontrollieren. Es sah aus wie in der Weihnachtsmannwerkstatt. Über 1000 Päckchen haben von uns aus dann ihren Weg zu bedürftigen Kindern nach Osteuropa angetreten. Da sind wir sehr glücklich drüber!

Letzte Großaktion war der Umbau des Bades im GH Schlossblick. Die Wanne ist raus gekommen und durch Dusche und WC ersetzt worden. Es sieht richtig fein aus! Überhaupt hat unser GH im Laufe des Jahres grundsätzliche Verbesserungen erlebt. Die Bücherei wurde räumlich verkleinert.
Dazu wurde auch die Spüle aus der Bücherei ausgeräumt und in den Keller umverlegt. So ist gleich noch eine kleine „Teeküche“ entstanden. Im frei gewordenen Teil der Bücherei soll nun ein byzantinisches Ikonenmuseum als Ausstellungsstück für den Bibelgarten entstehen.

Und weil uns das alles noch nicht genug war, sind wir auch noch politisch in Erscheinung getreten:
Als Liste „Chrsiten für Pulsnitz“ kandidierten wir zu fünft für den Stadtrat Pulsnitz und haben einen Sitz im Stadtrat bekommen. Diesen hat Maik Förster inne.

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