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2015-04-27

Eröffnung der Wanderausstellung „Unsere neue Heimat - Sachsen“ durch den Christlichen Verein in Oberlichtenau

Im Rahmen des internationalen Museumstages wird am 17. Mai 2015 um 14:00 Uhr in der Bibellandscheune des Christlichen Vereins in Oberlichtenau die Wanderausstellung „Unsere neue Heimat - Sachsen“ eröffnet.
Diese Ausstellung befasst sich mit Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Ostdeutschland und aus Ost- und Südosteuropa nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Diese dramatischen Ereignisse liegen 70 Jahre zurück und es ist jetzt besonders angebracht, ihrer in der deutschen Gesellschaft angemessen zu gedenken.
Insgesamt waren etwa 14 Millionen Menschen davon betroffen, wobei circa 2 Millionen Menschen durch Hunger, Kälte, Terror und Krankheiten die Strapazen von Flucht und Vertreibung nicht überlebt haben. Von den verbleibenden 12 Millionen Menschen hat fast eine Million in Sachsen Aufnahme gefunden. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von etwa 20 %. Somit handelt es sich in Sachsen nicht um eine Randgruppe.
Die Ausstellung befasst sich vorrangig mit dem schweren Anfang in Sachsen nach der Vertreibung und dem Bemühen, eine neue Heimat zu finden. Kernstück der Ausstellung sind zehn authentische Zeitzeugenberichte aus unterschiedlichen Vertreibungsgebieten.
Die Ausstellung wurde im Mai 2009 im Sächsischen Landtag erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie ist seit dieser Zeit an zahlreichen Orten wie Schulen, Rathäusern und Kirchen gezeigt worden. Das Interesse daran war durchaus erfreulich.
Anlässlich der Ausstellungseröffnung in Oberlichtenau ist von Betroffenen ein Vortrag mit dem Titel „Zur Geschichte der Deutschen im östlichen Europa“ und eine Einführung in die Ausstellung vorgesehen.

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