Einladung für 2005

2003 war der Jugendchor bereits in Sachsen unterwegs. Nachfolgend der Einladetext und die Veranstaltungsorte an denen der Chor bereits begeisterte. Träger der Konzertreihe war damals das Gustav Adolf Werk in Sachsen e.V. in Zusammenarbeit mit der Kaukasusstube Sebnitz und dem
CV Oberlichtenau e.V.

Ein besonderer Kunstgenuss
Pfr. Alfred Mütze holt ossetischen Chor "ARION" nach Sachsen
  
Die Kaukasusstube Sebnitz und das Gustav-Adolf-Werk der sächsischen Landeskirche präsentiert in Sachsen den Kammerchor des Kunstlyzeums von Wladikawkas, der Hauptstadt der Republik Nordossetien-Alanien.

Pfarrer i. R. Alfred Mütze hat anstrengende Wochen hinter sich. Er organisierte die Konzertreise des berühmten Chores Arion persönlich vor Ort. Und das war mit einigen Hindernissen verbunden.
Alfred Mütze ist Kaukasusbeauftragter des Gustav-Adolf-Werks in Sachsen. In dieser Funktion reist er seit vielen Jahren in den Kaukasus.  
  Zunächst bewanderte er das Gebirge, lernte Land und Leute näher kennen. Viele persönliche Freundschaften entwickelten sich in den 16 Jahren. Inzwischen fühlt er sich dort schon wie zu Hause.

Im Auftrag des Gustav-Adolf-Werks ist er seit einiger Zeit aber auch missionarisch in Nordossetien-Alanien an der tschetschenischen Grenze tätig. Vor 16 Jahren, als er mit seiner ehrenamtlichen Arbeit begann, lebten noch 200 000 Deutsche im Kaukasus. Heute leben hier noch etwa 20 000 Russlanddeutsche. Bei seinen Besuchen im Kaukasus erfährt Alfred Mütze viel von den Sorgen und Nöten der Bewohner, hilft, wo er kann. Und so lernte er auch den Chor kennen. "Ich wollte ihn unbedingt nach Sachsen holen", steht für den Sebnitzer fest.
Mit einigen Hindernissen hatte er sicher gerechnet. Doch es wurde alles noch viel komplizierter. Im Mai dieses Jahres war er das erste Mal vor Ort, um den Besuch des Chores in Sachsen vorzubereiten. Im August reiste Alfred Mütze mit seiner Frau dann wieder nach Nordossetien. Für die Chormitglieder mussten die Visa besorgt werden. Ein langwieriger und umständlicher Akt.
Aber er hat nie daran gedacht, seinen Plan aufzugeben. "Wenn es kompliziert wird, werde ich erst richtig munter. Mir haben aber vor allem meine persönlichen Verbindungen geholfen, die Chorreise vorzubereiten", sagt er. Jetzt können sich auch die Sebnitzer und Neustädter über einen ganz besonderen Kunstgenuss freuen. Die Mitglieder des Chores Arion sind Studenten und Studentinnen des Kunstlyzeums Wladikawkas. Auf nationalen und internationalen Festivals hat der Chor schon sehr oft Preise bekommen. Die Sänger treten auf in traditionellen kaukasischen Kostümen und bringen so nicht nur musikalisch, sondern auch optisch gutes kaukasisches Flair nach Sachsen, weiß Alfred Mütze. "Neben ossetischen Liedern werden auch europäische Lieder zu Gehör gebracht, denn die Osseten sind stolz auf ihre indogermanische Herkunft. Uns Deutsche betrachten sie als ihre Brüder. Politisch ist Nordossetien-Alanien ein Teil des europäischen Russland. Geografisch gehört es schon zu Asien", erläutert Pfarrer Alfred Mütze.
Der Kaukasus ist ein sehr altes Kulturgebiet mit rund hundert verschiedenen Volksstämmen. Dadurch prallen verschiedene Kulturen aufeinander, christliche und muslimische. Die Osseten sind mehrheitlich orthodoxe Christen. Mehr über sie und ihre Kultur lernen die Zuhörer der Konzerte des Chores kennen.


  
  
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