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2010-02-23

Gaststätte auf dem Keulenberg hat einen neuen Pächter (Sächsische Zeitung - Kamenz)

Von Reiner Hanke
Der Pacht-Vertrag mit dem Besitzer ist unterzeichnet. Ab April soll die Bergbaude wieder öffnen.

Die Winterruhe für die Gaststätte auf dem Keulenberg soll bald vorbei sein. Ein neuer Pächter wurde jetzt gefunden. Wer hinter dem Tresen stehen wird, steht noch nicht ganz fest.Foto: Matthias Schumann
Die Winterpause in der Gaststätte auf dem Keulenberg soll in keine Dauerruhe münden. Das verspricht Verwalter Dieter Wähnert. Der SZ-Bericht über das jüngste Desaster mit der Gastronomie auf dem Berg habe das Interesse an der Gastwirtschaft wieder geweckt, erklärte er gestern. Die Entscheidung für einen der Bewerber sei bereits gefallen: „Der Pachtvertrag mit dem Besitzer ist unterzeichnet.“ Die Immobilie gehört einem Berliner Privatmann. Den Zuschlag erhielten Gastronomen aus Dresden. Hinter den künftigen Betreibern steht eine Kochschule, die mit einem Netzwerk weiterer Partner verbunden ist. Es habe sich unter anderem auch ein „gut geeignetes Ehepaar aus der Umgebung“ beworben, erklärt Wähnert. Die Dresdner seien einfach schneller gewesen. Für die künftigen Pächter spreche aber noch mehr. So hätten sie auch für das ungenutzte Mehrzweckgebäude auf dem Berg einen potenziellen Gästekreis parat. Im Gespräch ist ein Gästehaus für Jugend- und Kinderreisen.

In einem ersten Schritt soll ab April die Gaststätte mit der Pension wieder öffnen, erklärt der Dresdner Sebastian Teichert, der das Marketing für die neuen Betreiber übernimmt. Er spricht von Dresdner Gastronomen, die das Projekt Keulenberg gemeinsam mit Mitarbeitern aus der Region stemmen wollen. „Ein schwieriges Projekt“, gibt er zu. Nachdem in den vergangenen Jahren schon einige Betreiber auf dem Berg ins Schleudern gerieten. Zuletzt ging einer Betreibergesellschaft Ende des Vorjahres die Luft und das Geld aus. Sie musste Insolvenz anmelden und die Bergwirtschaft war mal wieder dicht.

Heizung wird jetzt repariert

Teichert ist aber sicher, dass seine Voraussetzungen besser sind, den Berg zu beleben. Das gastronomische Netzwerk sei die Basis. Er arbeite zudem mit Veranstaltern, Tourismus-Unternehmen, aber auch Verbänden wie der Volkssolidarität zusammen und sei optimistisch: Die Leute aus der Umgebung, „die Sportvereine, Faschingsvereine, Schützenvereine sowie die Wander- und Wintersportfreunde sollen mit aktiven Angeboten wieder den Keulenberg genießen können.“ Mit Details ist er noch zurückhaltend – auch zu den Wirtsleuten. Am Gesamtkonzept werde noch gearbeitet: Gastronomie, Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit Vereinen sollen künftig ineinandergreifen.

Mit der Wieder-Eröffnung der Gaststätte im April werde ein vierwöchiger Probelauf beginnen. Anfang Mai soll dann durchgestartet werden. Der neue Pächter werde auch den Imbiss auf dem Gipfel, die „Goldene Wurzel“, mit bewirtschaften. Doch bis dahin hat die Verwaltung noch einige Schäden in der Gastwirtschaft zu beseitigen. So müssen die Frostschäden an der Heizungsanlage repariert und Heizkörper gewechselt werden. Dieter Wähnert: „Wir brauchen jetzt eine frostfreie Periode, um damit beginnen zu können.“ Außerdem seien durch die Havarie Pensionszimmer in Mitleidenschaft gezogen worden und müssten nun renoviert werden: Damit im Frühjahr wieder Gäste die herrliche Landschaft in der Gastwirtschaft auf dem Keulenberg genießen können.

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