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2010-07-17

Neues Keulenberg-Team startet durch (Oberlausitzer Kurier)

von Redaktion Oberlausitzer Kurier
Seit fünf Wochen läuft der Gaststättenbetrieb auf dem Keulenberg wieder vollständig. Zuvor haben die neuen Pächter gemeinsam mit vielen Helfern erst einmal Klarschiff in der vernachlässigten Bergbaude machen müssen.

Oberlichtenau. „Wenn ich nach Hause nach Königsbrück gekommen bin, habe ich immer wieder von der Keulenbergbaude gehört und davon, dass es dort nicht mehr so gut laufe“, erinnert sich Ute Jenichen.
Die junge Frau aus der Westlausitz lebt und arbeitet in Dresden, sie leitet dort eine Kochschule. „Jetzt, nach drei Jahren, läuft das Kochstudio ganz gut. Es wäre für mich eigentlich an der Zeit gewesen, wieder etwas mehr Freizeit zu haben“, schmunzelt sie. Doch es sollte anders kommen. Über einen Zeitungsartikel, den ihr die Daheimgebliebenen zuspielten, wurde sie auf die insolvente Keulenberggaststätte aufmerksam.

Aus zwei Zimmern im Erdgeschoss soll demnächst noch ein Vereins- und Frühstückszimmer werden. Pläne für die Zukunft hat die Unternehmergemeinschaft ebenfalls. So sollen in dem auch zum Pachtgrundstück gehörenden Wohnhaus einmal Ferienwohnungen entstehen, und in der benachbarten Heimatstube kann sich Ute Jenichen eine Jugendherberge vorstellen. „Aber das ist zurzeit nur ein Wunschtraum. Erst einmal muss jetzt die Bergbaude angenommen werden.“

Die Chefin, die fast immer selbst vor Ort auf dem Keulenberg ist, zeigt sich sehr zufrieden mit den letzten Wochenenden. „Wir hatten bereits viele Ausflügler aus dem Dresdener Raum zu Gast, aber auch die Bewohner der umliegenden Orte kommen sich uns „Neue“ natürlich anschauen“, erzählt sie.
Gerade mit letzteren möchte sie künftig auch zusammenarbeiten. „Die ansässigen Vereine und wir tasten uns zurzeit noch ein bisschen vorsichtig an einander heran, aber wir sind offen für alle und bereit, uns an den Veranstaltung rund um den Keulenberg zu beteiligen“, bekräftigt sie.

„Ich komme aus Königsbrück, da gehört der Keulenberg als Ausflugsziel einfach dazu. Deshalb war die Entscheidung, die Gaststätte zu übernehmen, für mich sehr emotional“, erzählt Ute Jenichen.
Mit den Gefühlen zu kämpfen hatte sie auch bei den ersten Besuchen als interessierte Pächterin auf dem Keulenberg. Ihr Vorgänger beheizte das Gebäude im letzten Winter nicht mehr, berichtet sie. „Die Leitungen waren zugefroren, es gab einen großen Wasserschaden und die Biertischgarnituren standen meterhoch im Schnee“, erinnert sie sich an die Bilder vom Jahresanfang.

Gemeinsam mit ihren zwei Mitgesellschaftern verhandelte Ute Jenichen mit dem Berliner Eigentümer über einen neuen Pachtvertrag. Keulenberg Gastronomie nennt sich diese neue Unternehmergemeinschaft seitdem. Während der „Wurzel“-Imbiss schon zu Ostern dieses Jahres öffnen konnte, blieb in der Keulenbergbaude noch zu viel zu tun.
Bis Anfang Juni schleppte das neue Team, verstärkt durch viele Helfer und Eltern, Schutt, renovierte Zimmer und richtete sich neu ein. „Wir haben in diesen Monaten alle an einem Strang gezogen, uns dabei besser kennengelernt und sind als Team zusammengewachsen“, sagt die Chefin und lobt die Motivation ihrer Mitarbeiter.

Seit etwa fünf Wochen präsentieren sich nun Gaststätte, Pensionszimmer und Biergarten im neuen Glanz. Auch die Küche, in der monatlich wechselnde saisonale Gerichte frisch zubereitet werden, wurde neu eingebaut. „Ganz fertig sind wir aber noch nicht“, so Ute Jenichen.

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